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Begriff

Das Wort Set-Top-Box (salopp etwa "Draufstellkasten") hat sich eingebürgert für Geräte die ähnlich eines Satellitenreceivers als Kiste oben auf den Fernseher gestellt werden. Obwohl dies bei Flachbildschirmen kaum noch möglich ist hat sich das Wort erhalten. So wie der SAT-Receiver Inhalte aus dem All empfängt so kann die Set-Top-Box Inhalte aus Netzwerken wiedergeben, wie dem Internet oder dem Heimnetzwerk, und das auch ohne laufenden Computer, bequem mit der Fernbedienung steuerbar.

Eine Set-Top-Box kann vielfältige Aufgaben erfüllen, vom Abspielen von Live-TV über DVDs ansehen bis hin zum Hören der eigenen Musiksammlung, all das was man von Mediacenter-Software kennt. Auch können von kommerziellen Anbietern Inhalte wie Video-on-Demand (z.B. aktuelle Kinofilme) oder aktuelle Musikproduktionen gegen Entgelt aufgerufen werden. Jedoch unterstützt nicht jede Box und nicht jeder Anbieter alle diese Funktionen.

Das Wort Media-Receiver könnte auch verwendet werden, jedoch impliziert ein Receiver das es sich um Rundfunk handelt, und das man die freie Wahl des zu emfangenden Programms hat. Beides ist bei Set-Top-Boxen nicht unbedingt üblich. Hier kommt die Box i.d.R. von einem Anbieter in DESSEN Programm (und dem der mit ihm kooperierenden Firmen) man "frei" wählen kann, und der nicht notwendigerweise ein (Echtzeit-) Rundfunkprogramm wie TV oder Radio im Angebot hat.

Die Situation vor den Set-Top-Boxen

Es gibt Anbieter die echtes IPTV liefern (in dem auch das öffentlich-rechtliche Fernsehen live übertragen wird) wie z.B. die Telekom mit T-Enterntain oder mancherorts HanseNet, aber die "ausgewählten Anbieter" für die AVM die FRITZ!Media-Serie entwickelt hat gehören nicht dazu. Hier kann man in erster Linie den langjährigen Partner 1&1 nennen, der seit Jahren schon seine 16.000er DSL-Verträge mit einer nie explizit bestellten "Zwangsflatrate" bei Maxdome verknüpfte.

Wenn man sich dann das erste Mal in sein Kundencenter einloggte erschreckte man dort 2 Verträge vorzufinden, hatte man doch nur einen unterschrieben. Nun gut, man hat also eine Video Flatrate kostenlos untergejubelt bekommen für "100 ausgewählte Filme" - dann also erst mal sehen welche. Ein Klick auf den Vertrag und schon präsentierte sich die Maxdome-Seite mit erneuter Abfrage aller persönlichen Daten - aha - hier wird der zweite Vertrag erst abgeschlossen. Also erst mal Finger weg und stöbern nach dem Inhalt dieser kuriosen Flatrate.

Nach stundenlangem Suchen fand sich auch die gut versteckte Seite mit den freien Inhalten, und die waren alles andere als verlockend. Nun gut vielleicht kommt ja beim nächsten Update was Besseres, also erst mal herausfinden wie man das abspielt. Dann kam die grosse Enttäuschung, man musste eine Zusatzsoftware installieren die es nur für Windows gab, und das im Zeitalter der Digitalen Medien für die hunderte Formate weltweit genormt wurden damit jeder sie abspielen kann.

Maxdome ist das Video-on-Demand Tochterunternehmen des Medienkonzerns ProSiebenSat.1 Media, die ihre Inhalte ausschliesslich in Microsoft's proprietären Windows Medienformaten mit DRM10 Rechtemanagement liefern. Diese Inhalte waren bis Set-Top-Boxen sie unterstützten Windows-Only, was viele Benutzer anderer Platformen verärgerte, zudem erfuhr man das ohne Recherche erst nach Anmeldung bei Maxdome. Eine Flatrate mit der letzendlich nur Windows-User was anfangen konnten.

Die Situation mit Set-Top-Box

Diese ärgerliche Situation änderte sich mit der Einführung der FRITZ!Media-Serie. Diese Geräte sind in erster Linie dafür konstruiert dem Anbieter Maxdome weiterhin das Bereitstellen seines Inhalts in DRM-geschützen proprietären Windows-Formaten zu ermöglichen, für die es aus lizenzrechtlichen Gründen auf allen freien Platformen keine Unterstützung gibt. Zwar läuft auf diesen Geräten auch das freie Betriebssystem Linux, allerdings mit von Microsoft lizensierter proprietärer Playersoftware.

Leider wurden die Bedürfnisse von Maxdome so sehr in den Vordergrund gerückt, das das Abspielen jeglicher genormter Broadcast-Videoformate wie MPEG-1 (VCD), MPEG-2 (DVD, DVB) oder MPEG-4 (DivX, XviD, DVB-S2) bei den ersten zwei Gerätegenerationen vergessen oder weggelassen wurde, was wiederum viele Benutzer verärgerte, musste man doch seine Videosammlung auf der externen Festplatte von überall abspielbaren Normformaten in's proprietäre Windows Video Format konvertieren um es am Fernseher auf einem Linux-Gerät anzusehen. Wieder ein Schuss in den Ofen der Interoperabilität.

Besserung brachte, neben HDTV-Auflösung und HDMI-Ausgang, die neueste Generation der FRITZ!Media Serie, die FRITZ!Media 8260. Hier wird estmals auch an international genormte und etablierte Nicht-Windows Video-Standards gedacht.

Unterstütze Formate

Hier ein Überblick aller Formate die laut Handbüchern von den 3 FRITZ!Media Modellen unterstützt werden:

  Alle FRITZ!Media Modelle Nur FRITZ!Media 8260
Video WMV9 VC1 + DivX + XviD + H.264
Audio WMA9 + MP3 AAC-LC + AC-3
Container ASF MKV + MPEG2-TS + MPEG4 + AVI
Bilder JPEG + GIF + PNG SVG + APNG
Playlisten M3U + PLS + ASX + WPL WSX

H.264-Unterstützung wird selbst bei der FRITZ!Media 8260 nur bis 720x576 anggeben, also kein HD (klingt nach CPU Limit), nur WMV9 ist im Datenblatt mit der vollen Auflösung von 1280x720 angegeben. Keine Angaben zu DivX und XviD.

Während die unterstützten Audio-, Playlisten- und Bilderformate auf allen Modellen Standards enthalten stehen bei Video- und Containerformaten erst auf der FRITZ!Media 8260 Nicht-Windows Standards zur Verfügung, was sie für die Nutzung als Mediaplayer für eigene Dateien eindeutig zum Favoriten macht. Ob MPEG1 unterstützt wird ist unklar.

Von der im Handbuch empfohlenen Umwandlung von einem verlustbehafteten Format in ein anderes kann nur abgeraten werden. Dies benötigt enorme Prozessorleistung und führt zu Zeit- und Energieverbrauch letztendlich nur um die Qualität zu verschlechtern. Die positive Energiebilanz dieser Geräte ist damit sicher aufgehoben.

Schade auch das bei Geräten mit S/P-DIF Audioausgang kein verlustfreies Audioformat unterstützt wird (wie WAV oder FLAC).

Auch wenn der DRM-Schutz in den Vordergrund gestellt wurde bietet keines der Geräte direkte Abspielmöglichkeit für eigene DRM-geschützte Dateien. Wer also seine gekauften DRM-Dateien abspielen will muss diese von einem Windows-PC per Mediaplayer-11 streamen. Wie immer straft DRM den ehrlichen Käufer und erzwingt die Nutzung von MS-Produkten.

8260 Format-Details

In diesem IPPF-Posting nennt der AVM-Support genauere Details als im Handbuch zu finden sind:

Audio:

  • WMA9: 64-320 Kbit/s
  • MP3: 32-320 Kbit/s
  • AAC-LC: 32-320 kbit/s

Video:

  • WMV9: bis 1280x720, 25fps, 10MBit/s (Simple/Main Profile)
  • VC-1: bis 1280x720, 25fps, 10MBit/s (Advanced Profile)
  • h.264: bis 720x576, ??fps, 2,5Mbit/s (Main Profile)
  • MPEG-4/ASP: bis 1280x720, 25fps, 10MBit/s (Advanced Simple Profile)

Container:

  • AVI: mpeg4/asp, mp3
  • ASF: wmv9, vc-1, wma
  • MKV: mpeg4/asp, h.264, mp3, aac
  • MPEG4: h.264, mpeg4/asp, aac

Grafik:

  • JPEG
  • GIF
  • PNG
  • SVG

Angebotene Inhalte

Wie oben schon angedeutet bieten Set-Top-Boxen den Anbietern die sie bereitstellen Möglichkeiten der Vorfilterung von Inhalten wie sie beim Fernsehen nie möglich wären. Niemand würde sich z.B. einen SAT-Receiver in's Wohnzimmer stellen mit dem man nur die RTL-Programme empfangen kann, selbst wenn man das Gerät geschenkt bekäme. Bei Set-Top-Boxen ist das anders. es gibt keine Möglichkeit zu wählen von welchem Anbieter man Inhalte konsumieren will da es nur den einen gibt der einem diese Entscheidung abgenommen und fest eingebaut hat.

Hier liegt der fundamentale Nachteil gegenüber einer PC-Mediacenter-Lösung. Während man am PC wählen kann ob man Youtube oder das sehr viel kleinere MyVideo Portal nutzen will, oder per Google gleich Metasuche über tausende Video-Portale machen will, wurde einem diese Entscheidung schon vorweg abgenommen. Ähnlich sieht es in jeder Medien-Sparte aus die diese Geräte unterstützen. Daher hier die Auflistung der "bereitgestellten Vorentscheidungen":

  • Video-on-Demand: Maxdome - WMV mit DRM - 25.000 Videos - einzeln ansehn oder paketweise buchbar
  • Music-on-Demand: Jamba - WMA mit DRM - Nur mit zubuchbarer Music-Flat - Titel+Albenkauf nur am PC über Jamba Portal
  • Verpasste Sendungen: ZDF-Mediathek - WMV ohne DRM - Auszug aus ZDF Online-Portal (letze 7 Tage)
  • Video Portal: MyVideo.de
  • Web Radio: ???
  • Video Podcasts: ???
  • Audio Podcasts: ???
  • Lokaler USB Port: USB 2.0 Host, Alle unterstützten Formate ausser DRM (auch nicht Jamba DRM)
  • Netzwerk Freigaben: Windows Mediaplayer-11 oder ander UPnP Quelle.

Siehe auch

Video: (9)

Fortsetzung folgt