DSL-Störsicherheit

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DSL-Störsicherheit - 7390 4.91
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DSL-Störsicherheit - 7270 5.09 Labor

Webinterface

Funktionsweise

Als Werkzeug zur Optimierung der DSL-Stabilität erweiterte AVM die DSL-Informationen um den Tab "Störsicherheit" (ehemals "Einstellungen"). Hier kann man seine Verbindung an Schiebereglern in 5 Stufen zwischen "Maximaler Stabilität" und "Maximaler Performance" einordnen. Die Standard-Einstellung ist "Maximale Performance", jede andere Einstellung reduziert den Durchsatz zu Gunsten der Stabilität. Diese Schieberegler setzen einige interne Einstellungen in der ar7.cfg, ohne dass der Benutzer den Hintergrund verstehen muß.

Wer zu den Experten gehört kann sich diesen Tab in Freetz durch ein erweitertes Interface ersetzen lassen (derzeit entfernt), das ehemaligen DSL-Labor Firmwares entspringt (siehe Bilder unten). Dieses Interface bearbeitet die selben Einstellungen in der ar7.cfg, jedoch bedarf es einiger Sachkenntnis. Generell gilt - alle diese Einstellungen müssen von beiden Seiten unterstützt werden, und sind daher nicht zwingend effektiv. Eine Rückmeldung darüber ob die jeweilige Einstellung unterstützt wird gibt es je nach Option bei den DSL-Eckdaten oder garnicht. Die Liste der Einstellungen unten enthalt eine Gegenüberstellung verschiedener Interfaces, in jedem Fall sollte das Webinterface bevorzugt werden, sofern vorhanden.

Achtung: Jede Einstellung bewirkt einen Resync den der DSLAM zählt. Zu häufige Resyncs könnte ein DSLAM als instabile Leitung interpretieren wodurch sich ggf. die ausgehandelten Bitraten verschlechtern können. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Tageszeit eines Resyncs. Je nach Uhrzeit können enorme Unterschiede der beim Modem-Training ermittelten Störabstandswerte herschen. Ein direkter Vergleich zu einer vorherigen Einstellung ist daher schwer. Ein erfolgreicher Sync kann für lange Zeit gelten, diese Zeit wird in der DSL-Übersicht gezählt. Die nächtliche Zwangstrennung führt nicht zu einem Resync.

Modelle mit DSL-Tuning

Galerie

Bitte die Galerie nach Belieben mit eigenen Werken erweitern, auch per E-Mail. Siehe auch die Inspiration zu Bildern.

Einstellungen

Interleaving

Fast-Path oder Interleaving als bevorzugte Methode wählen:

  • WebIF: Nicht einstellbar
  • DSL-Labor: Bevorzugter Latenzpfad: Automatisch / Fast / Interleaved
  • Shell: ctlmgr_ctl w sar settings/ControlBitfield <flags>
  • ar7.cfg: ar7cfg.dslglobalconfig.ControlBitfield - Flags
  • Flags: 2=Fast *oder* 4=Interleaved
  • Achtung: Flags mit Diverses und RFI-Carrier verknüpfen!

RFI-Carrier

Die automatische Ermittelung von RFI deaktivieren:

  • WebIF: Nicht einstellbar
  • DSL-Labor: Störungen durch Rundfunksender (RFI) - Automatisch ermitteln
  • Shell: ctlmgr_ctl w sar settings/ControlBitfield <flag>
  • ar7.cfg: ar7cfg.dslglobalconfig.ControlBitfield - Flag
  • Flags: 1=Automatik deaktivieren
  • Achtung: Flags mit Diverses und Interleaving verknüpfen!

Einen Subcarrier benennen der von RFI beeinträchtigt wird:

  • WebIF: Nicht einstellbar
  • DSL-Labor: Störungen durch Rundfunksender (RFI) - Zusätzlicher RFI Träger
  • Shell: ctlmgr_ctl w sar settings/RFI <carrier>
  • ar7.cfg: ar7cfg.dslglobalconfig.RFI - Carrier nummer

Den Modus der automatischen Ermittelung von RFI wählen:

  • WebIF: Empfangsrichtung: Erkennung von Funkstörungen (RFI) (von links nach rechts: 4 / 3 / 2 / 1 / 0)
  • DSL-Labor: Nicht einstellbar
  • Shell: ctlmgr_ctl w sar settings/RFI_mode <modus>
  • ar7.cfg: ar7cfg.dslglobalconfig.RFI_mode - Modus (0-4)

Bitrates

Die maximale Upstream- und Downstream-Bitrate begrenzen:

  • WebIF: Zugangsdaten >> Geschwindigkeiten manuell angeben (TODO: prüfen)
  • DSL-Labor: Übertragungsraten
  • Shell: ctlmgr_ctl w sar settings/MaxDownstreamRate <kbps>
  • Shell: ctlmgr_ctl w sar settings/MaxUpstreamRate <kbps>
  • ar7.cfg: ar7cfg.dslglobalconfig.MaxDownstreamRate - kBits/s
  • ar7.cfg: ar7cfg.dslglobalconfig.MaxUpstreamRate - kBits/s

Blackout-Band

Einen gestörten Subcarrier-Bereich im Downstream deaktivieren:

  • WebIF: Nicht einstellbar
  • DSL-Labor: Übertragungsbereich im Downstream ausblenden
  • Shell: ctlmgr_ctl w sar settings/DownstreamBlackoutBandStart <von-carrier>
  • Shell: ctlmgr_ctl w sar settings/DownstreamBlackoutBandEnd <bis-carrier>
  • ar7.cfg: ar7cfg.dslglobalconfig.DownstreamBlackoutBandStart - Carrier
  • ar7.cfg: ar7cfg.dslglobalconfig.DownstreamBlackoutBandEnd - Carrier

SNR-Margin

Den Mindest-Downstream-SNR beeinflussen der noch als nutzbar betrachtet wird:

  • WebIF: Empfangsrichtung: Angestrebte Störabstandsmarge (von links nach rechts: 40 / 30 / 20 / 10 / 0)
  • DSL-Labor: Störabstandsmarge (SNR-Margin)
  • Shell: ctlmgr_ctl w sar settings/DownstreamMarginOffset <dB-offset x 10>
  • ar7.cfg: ar7cfg.dslglobalconfig.DownstreamMarginOffset - relative zehntel Dezibels

Den Mindest-Upstream-SNR beeinflussen der noch als nutzbar betrachtet wird:

  • WebIF: Senderichtung: Angestrebte Störabstandsmarge (von links nach rechts: 11 / 10 / 9 / 8 / 0)
  • DSL-Labor: Nicht einstellbar
  • Shell: ctlmgr_ctl w sar settings/UsNoiseBits <SNR-Bits>
  • ar7.cfg: ar7cfg.dslglobalconfig.UsNoiseBits - SNR-Bits, 0 = auto

Powercutback

Das Upstream- und Downstream-Powercutback beeinflussen:

  • WebIF: Nicht einstellbar
  • DSL-Labor: Anpassung der Sendeleistung/Powercutback (PCB)
  • Shell: ctlmgr_ctl w sar settings/DownstreamPcbOffset <db-offset>
  • Shell: ctlmgr_ctl w sar settings/UpstreamPcbOffset <db-offset>
  • ar7.cfg: ar7cfg.dslglobalconfig.DownstreamPcbOffset - relative Dezibels
  • ar7.cfg: ar7cfg.dslglobalconfig.UpstreamPcbOffset - relative Dezibels

Impulse-Noise-Protection

Die Stärke der Downstream-INP zur Kompensation von Noise-Bursts beeinflussen:

  • WebIF: Empfangsrichtung: Impulsstörfestigkeit (INP) (von links nach rechts: 32 / 16 / 8 / 4 / 0)
  • DSL-Labor: Nicht einstellbar
  • Shell: ctlmgr_ctl w sar settings/DsINP <stärke>
  • ar7.cfg: ar7cfg.dslglobalconfig.DsINP - Stärke, logarithmisch 0-32

Diverses

Ünterstützung für lange und kurze Leitungen und L2-Modus deaktivieren

  • WebIF: Nicht einstellbar
  • DSL-Labor: Diverses (lange und kurze Leitungen, Energiesparmodus für DSL)
  • Shell: ctlmgr_ctl w sar settings/ControlBitfield <flags>
  • ar7.cfg: ar7cfg.dslglobalconfig.ControlBitfield - Flags
  • Flags: 8=kurze Leitung deaktivieren, 16=lange Leitung deaktivieren, 32=L2 deaktivieren
  • Achtung: Flags mit Interleaving und RFI-Carrier verknüpfen!

DSL-Firmware

Auswahl der vorherigen Datapump-Firmware bei Modellen mit Multi-DSL-Firmware

  • WebIF: Vorherige DSL-Version verwenden
  • DSL-Labor: Nicht einstellbar (nahezu jede Labor ist heute eine DSL-Labor, daher siehe WebIF)
  • Shell: ctlmgr_ctl w sar settings/IsLastReleasedDP <bool> # 0=neu/default 1=alt
  • ar7.cfg: ar7cfg.dslglobalconfig.sDPVersion - leer=aktuell, version=vorherige

Beispiel

7170-Patch in Freetz

Die Einstellungen im Bild rechts ergeben folgende Passage in der ar7.cfg:

MaxDownstreamRate = 0;
MaxUpstreamRate = 0;
RFI = 0;
DownstreamBlackoutBandStart = 0;
DownstreamBlackoutBandEnd = 0;
ControlBitfield = 36;
DownstreamMarginOffset = 20;
DownstreamPcbOffset = 0;
UpstreamPcbOffset = 0;

Das ControlBitfield enthält die Bits 4=bevorzugt Interleaved + 32=L2 deaktivieren = 36.
Der DownstreamMarginOffset von 2 dB ergibt in zehntel dB 20.

Artikel zum Thema

Siehe auch

DSL: (205)

Links

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